Ich stelle die Waschmaschine um 10h morgens an und schließe aufgrund der abgelesenen Lettern "1:31", dass ich gegen 11:30h die Wäsche sicher bei Tageslicht auf dem Dach unterbringen kann. Was ich dabei nicht einkalkuliere, ist der gegen 10:10h einsetzende Stromausfall. Dieser dauert glücklicherweise nur 2h, die Waschzeit verlängert sich dadurch analog. Kurz nachdem der Strom wieder da ist, wird aber das Wasser knapp. Der lebenswichtige Waschmaschineninput sinkt dadurch rapide pro Zeit. Die Waschmaschine bewegt sich zwar, die Anzeige bleibt aber längerfristig bei "1:21" stehen. Fairerweise treten zwischendurch auch immer wieder kürzere Stromausfälle auf. Es wird Abend und somit dunkel, der 7. Stromausfall scheint wieder ein längerer zu sein. Wie lange die Waschmaschine unter Normalzufuhr von Wasser und Elektrizität noch zu waschen bräuchte, kann ich aktuell nicht sagen, da die Digitalanzeige dem Wegsein des Stromes kampflos ergeben ist.
Ich beschließe, an diesem Tag zumindest einmal einen Schritt vor die Tür zu setzen und gedenke, auf diesem Weg meine Lust auf Abendessen zu befriedigen. Auf dem Weg zu einem Restaurant, das ich schon immer mal ausprobieren wollte, rennt mir eine riesige Menschenmasse entgegen. Dieser folgt wiederum eine nicht geringere Menge von Polizisten, die mit langen Metallstöcken in die vor ihnen trabende Menge einschlagen. Sämtliche Hunde der Stadt haben sich bereits am Straßenrand versammelt und bellen laut. Ich drehe um, renne vor der eigentlich wegrennenden Menge weg nach Hause, esse im Dunkeln trockenes Toastbrot und rede auf die Waschmaschine ein, doch wenigstens bis zum nächsten Morgen fertig zu werden.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen