
Meine Mitfeierer zeichnen sich vor allem dadurch aus, männlich, unverheiratet, um die knappen 30 und informationstechnisch tätig zu sein. Solche Runden findet man in Bangalore wohl häufiger. Überhaupt scheint hier alles ein Bisschen liberaler zu sein. Die Leute suchen sich ihre Partner selbst aus und haben auch keine Scheu davor, nach dem was sie tun, nicht zu heiraten. Ich frage meine Kollegin, ob sie denn ihren Zukünftigen schon kennt, als sie mir erzählt, dass sie noch in diesem Jahr vermählt werden soll. "Of course I do. It's a love marriage. The times of arranged marriages are over."
Zurück zu Lohri. Das besagte Feuer wird auf offener Straße entzündet, in Hoffnung auf milde Reaktionen der hier hauptsächlich lebenden Südinder. Einer spricht einen Spruch, beschwört das Feuer, die anderen werfen Popcorn in die Flammen. Dazu ertönt laute Hindi-Musik, die auch mich zum Tanzen anregt. Da ich leider nicht mehr genau weiß, wie ich zu diesem Veranstaltungsort gefunden habe, bin ich froh, am Ende von immerhin 15 treuen Indern bis vor die Tür meiner temporär eingerichteten Unterkunft begleitet zu werden, die circa 10km entfernt sein dürfte.
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